|  
Wirtschaft» weitere Meldungen

Ruhrverband: Klimawandel ist im Einzugsgebiet der Ruhr angekommen

Ruhrverband: Klimawandel ist im Einzugsgebiet der Ruhr angekommen
© Ruhrverband
13.12.2019 − 

Über das das elfte zu trockene Abflussjahr in Folge und den trockensten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn hat der Ruhrverband auf seiner Verbandsversammlung in der vergangenen Woche berichtet. Der Klimawandel sei im Ruhreinzugsgebiet angekommen und werde das Talsperrensystem des Verbandes – Garant für eine sichere Wasserversorgung von 4, 6 Millionen Menschen – in Zukunft noch stärker fordern als bisher, sagte Norbert Jardin, der Vorstandsvorsitzender und Technikvorstand des Ruhrverbands, in Essen.

Der Ruhrverband, der bereits 2018 ein historisches Trockenjahr bewältigen musste, habe daher in diesem Jahr frühzeitig beim NRW-Umweltministerium die Genehmigung zur Absenkung des Mindestabflusses am Ruhrpegel Villigst bei Schwerte beantragt. Die gespeicherten Wasservorräte in den Talsperren reichten so für einen längeren Zeitraum aus. Die seit Anfang September 2019 gültige Genehmigung sei Anfang November bis zum Ende des Winters 2019/20 verlängert worden.

Strategie für Niedrigwasserphasen in Arbeit

Darüber hinaus erarbeitet der Verband nach eigenen Angaben derzeit gemeinsam mit dem NRW-Umweltministerium und der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) eine langfristige Strategie für den Umgang mit ausgedehnten Niedrigwasserphasen.

Mit Blick auf die rund 60 Ruhrverbandskläranlagen, denen gerade in Zeiten niedriger Wasserführung in den Flüssen eine besondere Bedeutung zukomme, sagte Jardin, dass trotz Hitze und Trockenheit die organische Belastung und der Nährstoffgehalt der Ruhr unter den langjährigen Werten geblieben seien, und die Sauerstoffkonzentration habe in einem für die Fische unkritischen Bereich gelegen. Zu verdanken ist diese hervorragende Gewässerqualität der Reinigungsleistung der mehr als 60 Kläranlagen des Ruhrverbands. Die Ablaufkonzentrationen seien auch bei den geringen Abwassermengen in den trockenen Sommern 2018 und 2019 auf einem ausgesprochen niedrigen Niveau und besser als im bundesdeutschen Durchschnitt gewesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − FAU-Forscher entfernen Glyphosat mithilfe eines Magneten aus dem Wasser

IGB-Forscher identifizieren sauerstoffreiche Seen als Quelle für Methanemissionen  − vor