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Grünen-Fraktion im Landtag beklagt hohe Belastung des Grundwassers in ganz Bayern

Grünen-Fraktion im Landtag beklagt hohe
Landtag Bayern ©Henry Czaudera - stock.adobe.com
17.05.2021 − 

Die Belastung des Grundwassers in Bayern mit Nitrat und Pestiziden ist nach Darstellung der Grünen-Fraktion in allen Regierungsbezirken viel zu hoch. Die Grundwasserprobleme in ganz Bayern lege ein Anfrage-Paket der Landtags-Grünen offen; es zeige, dass die bisherigen Maßnahmen der Söder-Regierung nicht greifen, teilte die Fraktion Mitte Mai mit. Als Konsequenz fordert die Fraktion den Ausbau des Ökolandbaus.

Über 90 Prozent des Trinkwassers werde in Bayern aus Grundwasser gewonnen. Die Belastung mit Nitrat und Pestiziden des Grundwassers sei in allen Bezirken des Landes viel zu hoch, erklärte der Fraktions-Sprecher für Naturschutz, Patrick Friedl: „Es ist geradezu fahrlässig, dass die Söder-Regierung die Probleme mit zu viel Nitrat und Pestiziden im Grundwasser nicht angeht, obwohl sie seit Jahrzehnten bekannt sind“.

Den Anfragen der Grünen-Abgeordneten zufolge werden immer noch längst verbotene Pestizide in allen bayerischen Bezirken nachgewiesen, vor allem das Herbizid Atrazin. Der Spitzenwert sei im Landkreis Landshut mit 0,76µg/l ermittelt worden. An vielen bayerischen Brunnen lägen außerdem starke Belastungen mit Nitrat im Grundwasser vor.

Wasserversorgern bereitet Nitratbelastung Probleme

Trinkwasserversorger haben den Angaben zufolge in ganz Bayern Probleme mit den Nitratgehalten im Rohwasser, am massivsten in Unterfranken. So sei im Landkreis Schweinfurt der Spitzenwert für Bayern gemessen worden: Mit 130 mg/l Nitrat überschreite er den Grenzwert von 50 mg/l mehr als deutlich. Rosi Steinberger, Sprecherin für Verbraucherschutz und Vorsitzende des Umweltausschusses des Bayerischen Landtags, sagte: „Es ist wichtig, die Hauptverursacher, nämlich intensive Tierhaltung und intensiven Ackerbau zu benennen. Leider werden nur halbherzige Maßnahmen ergriffen, die dem drängenden Problem nicht gerecht werden.“

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