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Index soll Bewirtschaftung von Flusslandschaften einfacher machen

Index soll Bewirtschaftung von
Bildquelle: mmuenzl - stock.adobe.com
17.01.2019 − 

Flüsse und Auen werden intensiv genutzt und bewirtschaftet. Welchen Nutzen dies für die Menschen hat, ist oft nur schwer zu erfassen. Aus diesem Grund hat ein Team unter Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) einen Index entwickelt, mit dem sich Leistungen von Flusslandschaften übersichtlich abbilden lassen. Wie das IGB mitteilte, lassen sich so die Auswirkungen von Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen fachübergreifend zusammenfassen. Dies soll zu mehr Transparenz beitragen und Bürgerbeteiligungen sowie die Mitsprache von Umweltverbänden erleichtern.

Für Flüsse gelten viele unterschiedliche Vorschriften und sie werden vielfältig genutzt. Es müssen die Interessen den Bereichen Schifffahrt, Wasserkraft, Hochwasserschutz, Naturschutz, Erholung und Tourismus, Siedlungsentwicklung oder Land- und Forstwirtschaft berücksichtigt werden. Bauprojekte und andere Planungen in Flusslandschaften sind daher oft komplex und langwierig, so das IGB.

Um die nötigen Abstimmungs- und Planungsprozesse zu erleichtern, haben Forschende des IGB zusammen mit zehn Partnern den Angaben zufolge ein neues Verfahren entwickelt und dieses in einem Handbuch zusammengefasst. Der sogenannte River Ecosystem Service Index (RESI) bewertet die Auswirkungen von Maßnahmen auf die Ökosystemleistungen für den Menschen anhand allgemein verfügbarer Umweltdaten.

Für jede Leistung stehen nun laut IGB Berechnungsformeln zur Verfügung. Farbcodierte Visualisierungen sollen die Darstellung der verschiedenen Ökosystemleistungen sowie den Vergleich bestimmter Fluss-Auen-Abschnitte ermöglichen. Die Einzelbewertungen werden außerdem zu einem Index zusammengefasst, um somit alle Ökosystemleistungen integrativ zu bewerten. Bau- und Bewirtschaftungsmaßnahmen in Flusslandschaften können so laut dem IGB unter Einbeziehung aller wichtigen Naturfunktionen bewertet und umgesetzt werden.

„Wir hoffen, dass mit unserer Methode nicht nur der Hochwasserschutz schneller verbessert werden kann, sondern davon auch die Wasserqualität, die Artenvielfalt und der Erholungswert unserer Flüsse profitieren“, erklärte IGB-Wissenschaftler Martin Pusch.

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