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Neuer Bewertungsindex für das Sterberisiko von Fischen an Wasserkraftanlagen

Neuer Bewertungsindex für das Sterberisiko von Fischen an Wasserkraftanlagen
Ein Stör. Quelle: Andy Küchemeister, IGB
23.10.2020 − 

Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat ein Verfahren für die Bewertung der Fischsterblichkeit an Wasserkraftanlagen vorgelegt. Laut der Studie sind kleine Wasserkraftanlagen ökologisch problematisch – und oft unrentabel, wenn sie mit dem notwendigen Fischschutz ausgerüstet sind. Die Forschenden raten, kleine Wasserkraftanlagen nicht über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zu subventionieren, wenn nicht ein adäquater Fischschutz umgesetzt wird.

Wie das IGB in einer Mitteilung erklärt, steige die Gefahr, bei der Passage von Wasserkraft-Turbine zu sterben, besonders mit der Länge des Fisches. Bei mehreren Wasserkraftanlagen im Flussabschnitt drohe der Totalverlust der Art. Bislang habe es keine standardisierten objektiven Bewertungsansätze der Mortalitätsrisiken gegeben.

Das Forschungsteam hat in einem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderten Vorhaben einen Bewertungsindex für das Sterberisiko von Fischen an Wasserkraftanlagen entwickelt – analog zu den Bewertungsindices, die das BfN bereits für andere Wildtiere ausgearbeitet hat; so beispielsweise für das Sterblichkeitsrisiko von Fledermäusen und Vögeln an Windkraftanlagen. Sie berücksichtigten alle im Süßwasser vorkommenden, einheimischen Fisch- und Neunaugenarten. „Unsere wissenschaftliche Bewertungsgrundlage und Arbeitshilfe kann die Praxis in konkreten Planungen und Prüfungen unterstützen und die Rechtssicherheit von Verfahren erhöhen“, berichtet IGB-Forscher Christian Wolter, der die Studie geleitet hat.

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