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OEWA baut Trocknungsanlage für Klärschlamm in Boxberg/O.L.

OEWA baut Trockungsanlage für Klärschlamm in Boxberg/O.L.
Bildquelle: OEWA
27.06.2018 − 

Die OEWA Wasser und Abwasser GmbH baut im sächsischen Boxberg/O.L. auf dem Kraftwerksgelände der LEAG eine neue Trockneranlage für Klärschlamm. Wie die OEWA am Dienstag mitteilte, soll die Anlage, die für die Trocknung von bis zu 50.000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr ausgelegt ist, rund sechs Millionen Euro kosten.

Die entsprechenden Pläne sind den Angaben zufolge Anfang Juni im Gemeinderat von Boxberg vorgestellt und diskutiert worden. „Mit dieser Trocknungsanlage können wir den Betreibern kommunaler Kläranlagen in der Region, die ihre Klärschlämme nicht mehr landwirtschaftlich verwerten dürfen, eine kosteneffiziente und ökologisch sinnvolle Alternative zu anderen Verwertungswegen von Klärschlämmen bieten und ihnen damit langfristig wirtschaftliche Entsorgungskosten garantieren“, sagte Laurent Hequet, Vorsitzender der OEWA-Geschäftsführung.

Bisher gibt es laut der OEWA, einer Tochtergesellschaft der Veolia-Gruppe, im Umkreis von 200 Kilometern keine vergleichbare Anlage. „Wir ermöglichen den Kommunen eine standortnahe Verwertung, wodurch sich der Transportaufwand wesentlich verringert. Das spart CO2 – genauso wie die Mitverbrennung des Klärschlamms“, erklärt Carsten Marschner, Leiter des LEAG-Kraftwerkes in Boxberg.

Das Kraftwerksgelände ist aus Sicht der OEWA ein idealer Standort für die Anlage, weil so die Abwärme des benachbarten Kraftwerks der LEAG zum Trocknen des Schlamms einsetzen kann. „Durch die Klärschlammtrocknung können wir aus dem Klärschlamm einen Ersatzbrennstoff herstellen, der qualitativ hinsichtlich seiner Brennbarkeit der Braunkohle entspricht, und dabei umweltfreundlich ist“, erklärte Hequet.

Pro Jahr sollen in der neuen Anlage bis zu 50.000 Tonnen Klärschlamm getrocknet werden. Pro Tag werden circa 150 bis 200 Tonnen Klärschlamm mit dem Lkw angeliefert. Rund 6,5 Tonnen Klärschlamm durchlaufen pro Stunde den Trockner. Das sind umgerechnet 100 Kilogramm pro Minute, so die OEWA. Der getrocknete Schlamm könne später in der Zementproduktion eingesetzt oder im Kraftwerk der LEAG mitverbrannt werden. Die Anlieferung des Schlamms und die Logistik wird den Angaben zufolge die TVF Waste Solutions GmbH übernehmen, die auch zur Veolia-Gruppe gehört.

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