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Ozonung auf der Kläranlage Aachen-Soers reduziert Spurenstoffe um bis zu 80 Prozent

Ozonung auf der Kläranlage Aachen-Soers reduziert Spurenstoffe um bis zu 80 Prozent
Im Fokus: Nutzen für Abwasserreinigung und Gewässer
26.11.2020 − 

Bei einer bedarfsgerechten Dosierung von Ozon in der vierten Reinigungsstufe einer Kläranlage lassen sich Spurenstoffe zu über 80 Prozent reduzieren. Das hält der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Ergebnis des Forschungsprojekts „DemO3AC“ fest, in dem seit Januar 2018 auf der WVER-Kläranlage Aachen-Soers Spurenstoffe mit Ozon eliminiert werden. Das „Demonstrationsvorhaben Ozonung des Abwassers auf der Kläranlage Aachen-Soers“ sei nun erfolgreich beendet, teilte der Wasserverband mit.

Oberstes Ziel des Projekts sei es gewesen, den Nutzen einer Ozonanlage für die Abwasserreinigung und das Gewässer zu bewerten. Deshalb wurde vor Inbetriebnahme der Ozonanlage der Ist-Zustand im Einleitgewässer Wurm dokumentiert, um in der zweiten Projektphase mögliche Auswirkungen auf die aquatischen Lebenszusammenhänge im Gewässer feststellen zu können, erklärte der WVER. Zudem sollte die Ozonanlage verfahrenstechnisch optimiert werden. Am Forschungsprojekt beteiligt war die RWTH Aachen mit den Bereichen Siedlungswasserwirtschaft, Umweltforschung, Mikrobiologie und Ökosysteme.

Als weiteres Ergebnis des Projekts gab der WVER bekannt, dass Keime wie E.coli bis zu 99,9 Prozent und Enterococci bis zu 100 Prozent reduziert wurden. Eine Anreicherung von antibiotikaresistenten Bakterien durch die Ozonung finde nicht statt. Gleichzeitig werde das Vorkommen von hormonell wirksamen Substanzen im Abwasser durch die Ozonung reduziert. So konnte das östrogene Potenzial zu 100 Prozent eliminiert werden. Eine Bildung von schädlichen Transformationsprodukten sei über die ökotoxikologischen Biotests nicht erkennbar. Zwar werde bei der Ozonierung grundsätzlich Bromat gebildet, auf der Kläranlage Aachen-Soers jedoch in unkritischer Konzentration.

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