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Statistik für 2017: 70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurde verbrannt

Statistik für 2017: 70 Prozent des kommunalen Klärschlamms wurde verbrannt
Bildquelle: Thomas Leiss - stock.adobe.com
12.12.2018 − 

Im Jahr 2017 wurden 70 Prozent des kommunalen Klärschlamms verbrannt. Im Vergleich zu 2016 (64 Prozent) wurden somit sechs Prozent mehr Schlämme thermisch verwerte. Das geht aus einer aktuell veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamts (Destatis) hervor. Die Menge des entsorgten Klärschlamms aus kommunalen Kläranlagen lag 2017 bei insgesamt 1,7 Millionen Tonnen Trockenmasse, davon gingen 1,19 Millionen Tonnen in die Verbrennung und 309.826 Tonnen wurden landwirtschaftlich verwertet. 

Der meiste Klärschlamm wurde in Nordrhein-Westfalen (339.103 Tonnen), Baden-Württemberg (209.098 Tonnen) und Bayern (200.374 Tonnen) verbrannt. In den Stadtstaaten Berlin (52.604 Tonnen) und Hamburg (49.670 Tonnen) ging im Berichtzeitraum die gesamte Menge des kommunalen Klärschlamms in die Verbrennung – wie auch in den Jahren zuvor.

Aus der Statistik geht hervor, dass der Anteil des Klärschlamms, der thermisch entsorgt wurde, in den meisten Bundesländern angestiegen ist. In Niedersachsen gingen 2016 noch 41.424 Tonnen Klärschlamm in die Verbrennung; ein Jahr später waren es 48.940 Tonnen. Auch in Schleswig-Holstein wurde 2017 mit einer Menge von 26.457 Tonnen mehr Klärschlamm als im Vorjahr (22.712 Tonnen) verbrannt.

Seit 2007 ist die Menge an entsorgtem Klärschlamm laut Destatis um 17 Prozent gesunken. Ursache für den Rückgang seien unter anderem verbesserte Verfahren bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung in den Kläranlagen, durch die die Menge des zu entsorgenden Klärschlamms vermindert wurde. Im selben Zeitraum ist der Anteil der verbrannten Klärschlammmenge um 20 Prozentpunkte von 50 Prozent auf 70 Prozent gestiegen, hieß es.

Die stoffliche Verwertung von kommunalem Klärschlamm hat sich in den letzen zehn Jahren nahezu halbiert, so Destatis. Dabei sank der Anteil der in der Landwirtschaft ausgebrachten Menge von 29 Prozent in 2007 auf 18 Prozent in 2017. Für landschaftsbauliche Maßnahmen wurden 2017 noch 10 Prozent des Klärschlamms verwendet (2007: 18 Prozent).

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