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TU Dresden ermittelt neue Analyseverfahren zur Vorhersage von Extremwetterereignissen


Dürre im Flussbett.
25.03.2020 − 

Mit dem Ziel, die Folgen von Dürre und Überschwemmungen abmildern zu können, hat die Technische Universität (TU) Dresden mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und weiteren Partnern Messverfahren und Analysemethoden zur präziseren Vorhersage solcher Extremwetterereignisse entwickelt.

Sachsen war 2002 von einer Jahrhundertflut betroffen, 2013 kam die nächste. 2018 und 2019 plagten außergewöhnliche Dürreperioden das Land nur unterbrochen von Starkregenereignissen, die lokal für heftige Überschwemmungen sorgten.

„Die Auswertung langjähriger Klimamessungen hat gezeigt, dass Trockenheit und Dürre sehr unterschiedlich auftreten. Langfristig nehmen die Niederschläge in Sachsen zwar ab. Die jährliche Niederschlagssumme hat sich seit 1990 jedoch leicht erhöht“, erklärt Thomas Pluntke, Mitarbeiter an der Professur für Meteorologie der TU Dresden. Das betreffe auch die Zeit von Juli bis September, in der trockene Phasen nun häufiger von Starkniederschlägen unterbrochen würden. Diese könnten allerdings nicht optimal im Boden versickern und fehlten beispielsweise in der Landwirtschaft.

„In der so genannten Vegetationsperiode I von April bis Juni beobachten wir hingegen ein Niederschlagsdefizit, was in dieser für das Pflanzenwachstum so wichtigen Zeit ein Problem ist. Das wird verschärft, weil die zunehmende Temperatur gleichzeitig für eine stärkere Verdunstung sorgt“, führt Pluntke aus. Das habe Folgen für Landwirtschaft, Forst und Wassermanagement. Wie stark die Auswirkungen seien, hänge jedoch von den örtlichen Gegebenheiten, wie z.B. dem Boden ab.

„Mit der Zusammenführung der vorhandenen meteorologischen Messdaten können wir jetzt sogenannte Klima-Indizes ableiten, die eine hohe Aussagekraft für verschiedene Bereiche unseres Lebens haben“, beschreibt er. Mithilfe des flächendeckend für Sachsen errechneten Niederschlags- und -Verdunstungsindex könne man auf den Quadratkilometer genau sehen, wie sich Niederschläge und Verdunstung an jedem Punkt verhalten. Daraus ließen sich kurzzeitige Entwicklungen aber auch langfristige Trends von Feucht- und Trockenperioden bestimmen. Auf dieser Basis könnten Empfehlungen für die Landwirtschaft, den Forst und das Wassermanagement erstellt werden.

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