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Viele Saugwürmer in den Ruhrseen nachgewiesen

Viele Saugwürmer in den Ruhrseen nachgewiesen
Larven verschiedener Trematoden (Bildquelle: UDE/Selbach)
01.04.2020 − 

In den Seen der Ruhr befinden sich viele Arten von Trematoden. Das haben Wissenschaftler des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) der Universität Duisburg-Essen (UDE) entdeckt. Diese Saugwürmer, die sich in anderen Lebewesen einnisten, seien ein gutes Zeichen, da sie wichtig für ein gesundes Ökosystem seien, teilte die Hochschule mit.

Parasiten in der Natur weit verbreitet

In einem fremden Organismus auf dessen Kosten zu leben, sei in der Natur weit verbreitet. „Trematoden sind dabei gleich auf mehrere Wirte angewiesen: Einen Teil ihres komplizierten Lebenszyklus’ verbringen sie als Larven in Wasserschnecken und verlassen sie wieder, um in einem anderen Lebewesen – zum Beispiel einem Fisch – weiterzuwachsen“, sagte Bernd Sures, Professor für Aquatische Ökologie.

Eier von Saugwürmern werden über Kot des Endwirts ausgeschieden

Oft sei auch das nur eine Zwischenstation. So könne ein Vogel oder ein anderes Tier den Fisch fressen und von den Saugwürmern befallen werden. Die Wurm-Eier würden später über den Kot des Endwirts ausgeschieden, so dass der Kreislauf von Neuem beginnen kann, erklärte Sures.

36 verschiedene Arten von Saugwürmern in den Ruhrseen identifiziert

Wie die Hochschule weiter berichtete, hat Sures’ Mitarbeiter Christian Selbach über 5.500 Wasserschnecken mit einem internationalen Team in drei Talsperren (Sorpe-, Verse-, Hennetalsperre) und zwei Stauseen (Baldeney-, Hengsteysee) der Ruhr gesammelt. In den fünf häufigsten Schneckenarten, die dort vorkommen, konnten sie insgesamt 36 verschiedene Arten von parasitischen Saugwürmern identifizieren. Es handle sich weltweit um die erste groß angelegte Studie zur Trematoden-Vielfalt in einem vernetzten Süßwassersystem.

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