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Zukunft der Klärschlamm-Monoverbrennung trotz Planungsboom vielerorts noch offen

Zukunft der Klärschlamm-Monoverbrennung trotz Planungsboom vielerorts noch offen
Schornstein - Symbolbild
05.05.2020 − 

Ausgelöst durch den aktuellen Entsorgungsengpass und der Pflicht zur Phosphor-Rückgewinnung gibt es derzeit einen Planungsboom für Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen. Dabei drohen in einzelnen Regionen bereits Überkapazitäten, während in anderen Gebieten noch keine Lösungen existieren. Das ist das Ergebnis einer neuen Marktstudie des Beratungsunternehmens Ecoprog zu der sich im Umbruch befindenden Klärschlammentsorgung in Deutschland.

Der aktuelle Entsorgungsengpass für Klärschlamm geht in erster Linie auf die Verschärfungen im Düngemittelrecht zurück. Vor allem die Novellierung der Düngeordnung (DüV) Mitte 2017 hat die Ausbringung von Klärschlamm in der Landwirtschaft verschärft. Aus diesem Grund entstand laut Ecoprog ein Planungsboom für Klärschlamm-Monoverbrennungsanlagen.

Ecoprog zählt in seiner Studie derzeit 40 bekannte Projekte für neue Monoverbrennungsanlagen. Hierzu werden laut dem Beratungsunternehmen auch Projekte gezählt, die de facto den Einsatz von Vergasungstechnologien planen. Zusammen verfügen all diese bekannten Projekte über eine jährliche Kapazität von rund 1,1 Mio. Tonnen Trockensubstanz. Mit den bereits aktiven Monoverbrennern für Klärschlamm ergibt dies eine technische Kapazität von rund 1,8 Mio. Tonnen Trockensubstanz pro Jahr. Das wäre etwas mehr als die aktuell zu entsorgende Klärschlammmenge von rund 1,75 Mio. Tonnen Trockensubstanz.

„Allerdings sagen diese aggregierten Daten nur bedingt etwas über den zukünftigen Markt aus“, so Ecoprog-Geschäftsführer Mark Döing. Die technischen Kapazitäten seien insbesondere in vielen kommunalen Anlagen aus Gründen der Entsorgungssicherheit nicht ausgeschöpft. Hinzu kommen auch technische Probleme in einzelnen Anlagen, so Döing.

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