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Donau international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen

Donau international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen
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22.08.2019 − 

Die Donau ist international nur punktuell von stärkeren Fäkalbelastungen betroffen. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler der MedUni Wien, Med Uni Graz, Technische Universität Wien und der Karl Landsteiner Privatuni für Gesundheitswissenschaften in Krems gekommen. Im Rahmen des mikrobiologischen Untersuchungsprogrammes des Joint Danube Survey hätten sie entlang der Donau und ihrer wichtigsten Zuläufe auf einer Strecke von 2.600 km wie schon in den Vorjahren starke fäkale Belastungen in Serbien, Rumänien und Bulgarien festgestellt, teilten die Hochschulen gemeinsam mit.

In Österreich seien keine bedenklichen Werte gemessen worden. „Verbessert hat sich erfreulicherweise die Situation in Ungarn gleich nach Budapest“, sagte Alexander Kirschner vom Institut für Hygiene und Angewandte Immunologie der MedUni Wien, wo das Interuniversitäre Zentrum für Wasser und Gesundheit (ICC Water & Health) angesiedelt ist.

Der alle sechs Jahre stattfindende Survey wird von der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (ICPDR) mit Unterstützung aller Donauanrainerstaaten auf Basis der EU-Wasserrahmenrichtlinie konzipiert und organisiert. „Der Schwerpunkt der mikrobiologischen Untersuchungen lag dieses Mal auf der erstmaligen Verknüpfung der Analyse des Ausmaßes und der Herkunft fäkaler Belastungen entlang der gesamten Donau mit dem Auftreten von antibiotikaresistenten, klinisch höchst bedeutsamen Bakterien sowie deren Resistenzgenen“, sagte Kirschner. Dafür sei ein neues Konzept entwickelt worden, das erstmals auch quantitative Aussagen über die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen entlang der Hauptabwasserbelastungen ermögliche. Dazu wurden an 30 Probenstellen entlang der Donau und bei weiteren acht ihrer wichtigsten Zubringer Wasser und Biofilmproben (von Steinen und Ästen) genommen und in sechs Partnerlabors in Deutschland, Österreich, Ungarn, Serbien und Rumänien aufbereitet und analysiert.

Die wichtigsten Ergebnisse über die Belastung mit Fäkalkeimen (E.coli) lägen bereits vor, während weitere Analysen noch andauerten, hieß es weiter. Wie schon bei den vorigen Surveys habe es die höchsten Belastungen der Donau in Serbien, Rumänien und Bulgarien gegeben. „In Serbien, einem Nicht-EU Land, existieren keine Abwasserkläranlagen, sodass es hier insbesondere nach großen Städten wie Novi Sad und Belgrad zu kritischen bis starken fäkalen Belastungen der Donau kommt“, sagte Projektpartner Gernot Zarfel vom Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Med Uni Graz.

Starke fäkale Belastungen wurden auch bei den Zubringern in Rusenski Lom (Bulgarien) und Arges (Rumänien) festgestellt, wobei die Belastung der Arges (Vorfluter der Abwässer der Hauptstadt Bukarest) gegenüber den Vorjahren eine deutliche Verbesserung zeigte. „Das ist vermutlich ebenfalls auf den Ausbau der Hauptkläranlage in dieser Millionenstadt zurückzuführen“, so Zarfel. Die in früheren Jahren noch diagnostizierte starke Belastung der Donau durch Abwässer in Ungarn nach Budapest konnte diesmal nicht gefunden werden, was ebenfalls auf den Ausbau der zentralen Kläranlage in der ungarischen Hauptstadt zurückzuführen sei, so die Experten.

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