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Hohes Risiko für Gewässerorganismen durch Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide

Hohes Risiko für Gewässerorganismen durch Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide
© Vasily Merkushev - Fotolia
05.11.2019 − 

Wissenschaftler des Schweizer Wasserforschungsinstituts Eawag haben herausgefunden, dass das von Pyrethroid- und Organophosphat-Insektiziden ausgehende Risiko für Gewässerorganismen das aller anderen Pflanzenschutzmittel übertreffen kann. Erst seit kurzem sei der Nachweis von minimalen Konzentrationen dieser Insektizide möglich, teilte die Eawag mit. Bei der Gewässerüberwachung seien sie bisher wenig beachtet worden, da Probenahme und Analytik auf diese Stoffe ausgerichtet sein müssten. Um den Zustand der Schweizer Fließgewässer zu ermitteln, müssten künftig auch Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide quantifiziert werden, betonte das Institut.

Im Verhältnis zu allen in der Schweiz als Pflanzenschutzmittel eingesetzten Pestiziden machen die Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide weniger als ein Prozent aus, so die Eawag. Eine in der Zeitschrift Aqua und Gas publizierte Studie zeige, dass an fünf von sechs untersuchten Bächen im Schweizer Mittelland regelmäßig Qualitätskriterien überschritten wurden, ab denen eine chronische, teilweise sogar akute Schädigung von Organismen befürchtet werden muss. Die Schweizer Regierung habe daher im Fall von zwei Organophosphat-Insektiziden bereits gehandelt und für Chlorpyrifos und Chlorpyrifos-methyl ein Verbot geplant.

Im Rahmen der Studie haben die Forscher im Jahr 2018 zwischen März und Oktober an den sechs Bächen Proben genommen, berichtete die Eawag weiter. Im Beggingerbach im Kanton Schaffhausen hätten sie das Risiko für wirbellose Kleinorganismen als am höchsten beurteilt. Hier war die Wasserqualität während des gesamten Untersuchungszeitraums unbefriedigend bis schlecht, so das Institut.

Die Messungen am Chrümmlisbach im Kanton Bern hätten einen Vergleich mit anderen Pflanzenschutzmitteln erlaubt, die dort im gleichen Zeitraum gemessen wurden. Dabei habe sich gezeigt, dass durch die Pyrethroid- und Organophosphat-Insektizide ein höheres Risiko für Wirbellose ausgelöst wird als durch alle anderen gemessenen Pflanzenschutzmittel zusammen. Im Extremfall seien die Risiken bis 50-fach erhöht, im Durchschnitt um den Faktor 2,5.

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