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Walliser Hochschule entwickelt längste mikrobielle Brennstoffzelle der Welt

Walliser Hochschule entwickelt längste mikrobielle Brennstoffzelle der Welt
Bildquelle: stockWERK - Fotolia - 59873790
29.03.2019 − 

Im Schweizer Kanton Wallis hat die Hochschule für Ingenieurwissenschaften nach eigenen Angaben die längste mikrobielle Brennstoffzelle der Welt entwickelt. Mit dem in der Kläranlage von Châteauneuf-Sitten installierten System könne so neben der Abwasseraufbereitung auch Strom erzeugt werden, teilte die zur Fachhochschule HES-SO Valais-Wallis gehörende Hochschule mit. Das in Zusammenarbeit mit der Hochschule HE-Arc in St-Imier durchgeführte Pilotprojekt werde vom Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) und der Stiftung The Ark unterstützt.

Kläranlagen sind große Stromverbraucher, erklärte die Hochschule. Mit einem System aus mikrobiellen Brennstoffzellen könnten die im Abwasser enthaltenen Mikroben zur Stromerzeugung genutzt werden. Dieses 1910 erstmals beschriebene und anschließend in Vergessenheit geratene Verfahren sei vor ein paar Jahren wiederentdeckt und unter anderem von Prof. Fabian Fischer von der Hochschule für Ingenieurwissenschaften weiterentwickelt worden. Die Brennstoffzelle sei in Kooperation mit der Kläranlage von Châteauneuf entstanden.

„Wir verfolgen ein dreifaches Ziel: Wir wollen den Stromverbrauch der Kläranlage senken, das Abwasser aufbereiten und Strom erzeugen“, erklärte Fischer. Die Ende 2018 in Betrieb genommene Brennstoffzelle erzeuge nicht nur ausreichend Strom, um mehrere Lithium-Batterien zu speisen, sondern ermögliche auch die kostenlose Aufbereitung des Abwassers. Das 14 Meter lange System – das längste der Welt – besteht aus 64 in Reihe geschalteten Brennstoffzellen und soll in den kommenden zwei Jahren weiter optimiert werden, hieß es.

„Die Forschungsarbeiten stehen noch ganz am Anfang“, sagte Fischer. Durch die Verbesserung des Prozesses und die Vergrößerung der Anlage könnte die Kläranlage von Châteauneuf ihre Energiekosten jährlich um mehr als 600.000 Schweizer Franken (etwa 537.000 Euro) senken und den Energiebedarf von 250 Haushalten decken.

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