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Jost fordert von Klöckner mehr Engagement gegen Nitratbelastung

Jost fordert von Klöckner mehr Engagement gegen Nitratbelastung
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19.09.2019 − 

Der saarländische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Reinhold Jost (SPD) hat von  Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mehr Engagement in der Nitratproblematik gefordert. Die Bemühungen der Ministerin, die Nitratbelastung im Grundwasser zu senken, seien „halbherzig“, sagte Jost gestern.

„Offenbar braucht es erst massive Drohungen aus Brüssel, bis endlich Bewegung in die Bundespolitik kommt“, so der Minister. Das Ministerium wies auch auf die neue Saarländische Verordnung über besondere Anforderungen bei der Düngung in belasteten Gebieten“ hin, die gegenüber der aktuell geltenden Düngeverordnung des Bundes (DüV) aus dem Jahr 2017 einige strengere Regelungen enthält.

Die Probleme seien seit Jahren bekannt, aber passiert sei nichts, sagte der Minister. So werde die saarländische Landwirtschaft durch die nun anstehende weitere Verschärfung der Düngeverordnung für die Fehler mitbelastet, die in viehreichen Regionen Deutschlands begangen worden seien. Minister Jost fordert vor diesem Hintergrund ein generelles Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik des Bundes.

Im Bundesvergleich stehe das Saarland laut Jost sehr gut da - die beiden im Saarland ausgewiesenen „roten Gebiete“ beträfen aktuell rund 1,08 Prozent der Landesfläche. Die Grenzwertüberschreitungen für Nitrat in diesen Hot Spots seien zudem relativ gering: Die Messwerte lägen zwischen 50 und 60 mg/l.

Einschränkungen beim Aufbringen von Gärrückständen

Die vor Kurzem im Amtsblatt des Saarlandes veröffentlichte „Verordnung über besondere Anforderungen bei der Düngung in belasteten Gebieten“ beinhaltet einige Abweichungen von der aktuell geltenden Düngeverordnung (DüV). So dürfen Gärrückstände aus Biogasanlagen nur aufgebracht werden, wenn vor dem Aufbringen ihre Gehalte an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder Ammoniumstickstoff und Gesamtphosphat auf der Grundlage wissenschaftlich anerkannter Messmethoden vom Betriebsinhaber oder in dessen Auftrag festgestellt worden sind.

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