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UBA: Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft seit 20 Jahren fast unverändert zu hoch

UBA: Stickstoffüberschuss der Landwirtschaft  seit 20 Jahren fast unverändert zu hoch
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11.12.2019 − 

Die Landwirtschaft hat noch erheblichen Nachholbedarf bei der Minderung ihrer Stickstoffeinträge. Das geht aus der aktuellen Stickstoffflächenbilanz des Umweltbundesamtes (UBA) mit ausgewerteten Daten bis 2017 hervor.

Insgesamt liege der durchschnittliche Stickstoffüberschuss der Flächenbilanz bei 77 kg pro Hektar (kg/ha); damit sei er seit mehr als 20 Jahren praktisch unverändert. Zuwächse gab es in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen in den Kreisen mit intensiver Tierhaltung. Die hohe Stickstoffzufuhr kommt zum einen durch die klassischen Dünger, wie Mineraldünger und Gülle, zustande. Zudem steigt die Belastung durch Gärreste aus der Biogaswirtschaft, die mittlerweile rund 15 Prozent der in der Landwirtschaft verwendeten Stickstoffmenge verursachen.   

Krautzberger: Situation ist selbst verschuldet

Maria Krautzberger, die Präsidentin des UBA, erklärte, diese Situation habe Deutschland durch Untätigkeit selbst verschuldet. „Wer so lange viel zu wenig tut, darf sich nicht wundern, wenn die EU-Kommission gerichtlich auf die Einhaltung der Regeln pocht“, sagte Krautzberger. Deutschland wurde 2018 vom Europäischen Gerichtshof wegen Verstoßes gegen die Nitratrichtlinie verurteilt und zu wirksamen Minderungsmaßnahmen verpflichtet. Auch die 2017 novellierte Düngegesetzgebung wurde von der EU-Kommission nicht als ausreichend erachtet und muss daher abermals überarbeitet werden. Werde Deutschland nicht aktiv, drohten empfindliche Strafzahlungen an die EU – und es bleibe bei hohen Belastungen für Mensch und Umwelt, so Krautzberger.

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