Wüst schließt Fracking in NRW wegen Trinkwasserschutz aus

Trotz der Energie-Krise hat Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) die umstrittene Fracking-Methode zur Gewinnung von Erdgas in Nordrhein-Westfalen klar ausgeschlossen. „Fracking ist in einer Region, in der wir viel von unserem Trinkwasser aus oberflächennahen Wasserschichten holen, die beim Fracking durchstoßen werden müssten, nicht verantwortbar“, sagte er der „Rheinschen Post“.

Beim Fracking wird Gas mit großem Druck und Chemikalien aus Gesteinsschichten gelöst. Wüst hat sich zwar stets skeptisch geäußert, diese Methode in NRW anzuwenden. Innerhalb seiner schwarz-gelben Vorgängerkoalition war das allerdings keine ausgemachte Sache.

Sein früherer Energieminister Andreas Pinkwart (FDP) hatte noch im Frühjahr eine „ergebnisoffene Prüfung“ für heimisches Fracking gefordert als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine und Deutschlands Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen (EUWID 17.2022). Seine Amtsnachfolgerin Mona Neubaur (Grüne) hatte dagegen schon als Oppositionspolitikerin vor den Risiken gewarnt, mit Fracking das Grundwasser zu verunreinigen und Erdrutsche auszulösen.

Unkonventionelles Fracking aus kommerziellem Interesse ist im Schiefer-, Mergel-, Ton- und Kohleflözgestein seit Anfang 2017 generell und unbefristet verboten. Lediglich zu wissenschaftlichen Zwecken können die Bundesländer bundesweit maximal vier Erprobungsmaßnahmen zulassen, um bestehende Kenntnislücken zu schließen. Dafür sind strenge Bedingungen, z. B. die Zustimmung der jeweiligen Landesregierung und die wissenschaftliche Begleitung durch eine unabhängige Expertenkommission, vorgesehen. Die Verbände der Wasserwirtschaft haben wiederholt auf die Risiken durch Fracking hingewiesen. (dpa/EUWID)   ...

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