|  

DLG und VKU: Gewässerschutz und Düngung schließen einander nicht aus

DLG und VKU: Gewässerschutz und Düngung schließen einander nicht aus
© DLG
08.11.2019 − 

Düngung und Gewässerschutz können miteinander in Einklang gebracht werden. Darüber besteht Einigkeit zwischen Hubertus Paetow, dem Präsidenten der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), und Karsten Specht, dem Vizepräsidenten des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), wie DLG und VKU nach Gesprächen zwischen Pateow und Specht in dieser Woche mitteilten.

Paetow sagte, es sei unstreitig, dass die Nitratauswaschungen ins Grundwasser einzudämmen sind. Die Anforderungen müssten aber spezifisch auf jeden Standort zugeschnitten sein, und die Wirkung müsse durch Messungen kontrolliert werden.

"Transparenz im System erforderlich"

Für eine echte Lösung ist nach Auffassung von Paetow und Specht die notwendige Transparenz im System erforderlich. Sie wäre dann erzielt, wenn es gelinge, Stoffströme digital – am besten in Echtzeit – zu dokumentieren, die Behörden direkten Zugriff auf diese Daten hätten, sie auswerten und wenn nötig eingreifen könnten.

"Anforderungen nicht über einen Kamm zu scheren"

„Aufgrund der unterschiedlichen Beschaffenheit der Böden darf man die Anforderungen vom Allgäu bis nach Flensburg aber nicht über einen Kamm scheren“, sagte Paetow. Mit den Messungen könne  jeder Landwirt seine Düngeeffizienz überprüfen. Es besteht zweifelsfrei in einigen Regionen Handlungsbedarf; benötigt würden aber intelligentere Lösungen als die, die derzeit diskutiert werden, wie etwa eine pauschale Deckelung der Nährstoffobergrenzen.

"Böden in nitratbelasteten Gebieten gehören auf eine Schlankheitskur“

„Böden in nitratbelasteten Gebieten gehören auf eine Schlankheitskur“, sagte Specht. Die zuständigen Behörden der Wasser- und Landwirtschaft müssten  in die Lage versetzt werden, aufgrund der vorliegenden Daten nachzusteuern. Dafür sei es von zentraler Bedeutung, ein flächendeckendes, schlagbezogenes und transparentes Effizienzmonitoring auf Basis digitaler Datenübermittlung einzuführen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Spurenstoffe: AöW für Verursacherprinzip auch bei Kosten für vierte Reinigungsstufe

Niedersachsen muss die Stickstoffeinträge um rund 37.000 Tonnen im Jahr verringern  − vor