Lausitzer Kommunen: Wasser Kernthema im Strukturwandel

Für einen Erfolg des Strukturwandels in der Lausitz müssen die Themen Wasserhaushalt und Bildungsinfrastruktur nach Ansicht der Kommunen ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Ansonsten werde der Wandel der Kohleregion hin zu einer nachhaltigen und weiterhin lebenswerten Region scheitern, warnt die Sprecherin der Lausitzrunde für die Brandenburger Kommunen, Christine Herntier, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Diese beiden Schwerpunktthemen hätten Südbrandenburg und Ostsachsen gleichermaßen.

Beim Thema Wassermanagement sieht die Sprecherin der Lausitzrunde - ein kommunales Bündnis aus 56 Städten und Gemeinden Brandenburgs und Sachsen - Gefahr im Verzug. Auch nach dem Ende der Kohle brauche es Konzepte zur Regulierung des Wasserhaushalts. „Es muss uns gelingen, in ganz konkrete Gespräche mit dem Bergbausanierer LMBV und den Ländern einzutreten. Es geht um wichtige Maßnahmen, die unerlässlich sind, um den Strukturwandel durch Wassermangel nicht zu gefährden“, sagte Herntier.

Die Lausitz als niederschlagsarme Region hat nicht nur im Klimawandel damit ein Problem. Durch den Kohleabbau sind Wasserkreisläufe aus dem Gleichgewicht geraten. Die Region sorgt sich um die Spree und mit dem Grundwasser aufsteigendes bergbaubedingtes Eisenhydroxid im Fluss.

Auch die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) sieht das Thema Wasserhaushalt als eine der drängendsten Fragen in der Kohleregion. Das neue in Cottbus angesiedelte Forschungszentrum Forschungs- und Entwicklungszentrum Bergbaufolgen (FEZB) will Antworten finden. Es befasst sich unter anderem mit dem Grundwassermanagement nach dem Ende der Tagebaue und will auch das sichtbare Problem Eisenhydroxidbelastung durch den Bergbau in den Blick nehmen. Damit soll sich ein eigenes Forschungsprojekt befassen. Der rostbraune Eisenschlamm fällt bei der Grubenwasserreinigung an und ist eine Mischung aus Wasser und eisenhaltigen Feststoffen. (dpa)...

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