|  

BMWi: Wassersektor muss Digitalisierung und Spurenstoffproblematik bewältigen

BMWi: Wassersektor muss Digitalisierung und Spurenstoffproblematik bewältigen
Bildquelle: Fotolia
14.09.2017 − 

Der deutsche Wassersektor muss sich zahlreichen Herausforderungen und insbesondere der Spurenstoffproblematik und der Digitalisierung stellen. Das sagte Wolfgang Scheremet, Abteilungsleiter Industriepolitik im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi), auf der 16. Wasserwirtschaftlichen Jahrestagung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. Der Strukturwandel hin zur Digitalisierung sei eng verbunden mit Neuinvestitionen, und das sei wiederum verbunden mit der Finanzierbarkeit der erforderlichen Infrastruktur.

Die Digitalisierung wird Wirtschaft und Gesellschaft verändern, betonte Scheremet. Sie werde einen Wandel in der Fortbewegung, der Kommunikation und der Zusammenarbeit bringen. Damit sei sie eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Auch die Wasserwirtschaft sei betroffen. Jedes zweite Unternehmen der Wasserwirtschaft plane eine Digitalisierungsstrategie oder sei mit deren Implementierung beschäftigt. „So sind zum Beispiel jetzt Systeme zur Automatisierung von Prozessen und zur Überwachung in ihrer Branche schon gängig“, sagte er zu den Tagungsteilnehmern. Die Digitalisierung sowie die Anwendung, das Sammeln und das Auswerten von Daten werde sich in der Wasserwirtschaft mehr und mehr durchsetzen.

Digitalisierung sei vor allem Kommunikation zwischen Maschinen, zwischen Firmen, zwischen Mensch und Maschine sowie zwischen ganzen Unternehmenssystemen über Grenzen hinweg, unterstrich Scheremet. In der Wasserbranche scheine es in der Automatisierung im eigenen Betrieb und in der Vernetzung über das eigene System hinaus noch Verbesserungspotenzial zu geben. So sei es beispielsweise bei Unwettern und Starkregen wichtig, benachbarte Wasserbetriebe miteinander zu vernetzen, um koordiniert vorgehen und Abwasserströme in Echtzeit optimieren zu können.

Bei der Automatisierung werde eine Vielzahl von Daten erfasst, aber noch zu wenig verarbeitet. „Wir nutzen sie noch zu wenig, um unsere Produktionsprozesse zu optimieren und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln“, sagte Scheremet. Das BMWi wolle Unternehmen hierbei unterstützen, so zum Beispiel im Projekt „Kommunal 4.0“ zur übergreifenden Vernetzung. Auch gebe es den Förderschwerpunkt „Mittelstand digital“ und mehrere Kompetenzzentren mit Hilfsangeboten. Darüber hinaus bedeute Kommunikation immer auch sichere Kommunikation, betonte Scheremet. Gerade im Wassersektor sei IT-Sicherheit und der Schutz vor Cyberattacken von zentraler Bedeutung. Die „Plattform Industrie 4.0“ habe hierzu einen Leitfaden erarbeitet.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der kommende Ausgabe von EUWID Wasser und Abwasser, die am 19.09.2017 als E-Paper und Printmedium erscheint. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − BMUB: Spurenstoff-Dialog wird bis Herbst 2018 fortgeführt

Kritik an von K+S geplanter Oberweserpipeline: „Rechtswidrig und überdimensioniert“  − vor