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Weiterhin extreme Niedrigwasserverhältnisse an Spree und Schwarzer Elster


Schwarze Elster
17.09.2020 − 

Nachdem sich Ende August durch flächendeckende Niederschläge eine leichte Entspannung der Niedrigwassersituation an Spree und Schwarzer Elster abzeichnete, blieben seither weitere Niederschläge nahezu aus. Durch die erneute sehr trockene und warme Witterung herrschten in den Einzugsgebieten von Spree und Schwarzer Elster weiterhin extreme Niedrigwasserverhältnisse, teilte das brandenburgische Umweltministerium Mitte September mit.

Die Niedrigwassersituation im Oberlauf der Spree und den sächsischen Zuflüssen hatte sich Anfang September nur kurzzeitig entspannt EUWID 37.2020). In Folge ausbleibender Niederschläge und weiterhin sehr geringer Grundwasserzuflüsse seien die Abflüsse wieder deutlich zurückgegangen. Die Talsperre Bautzen sei momentan zu 39 Prozent gefüllt und stütze den Abfluss der Spree geringfügig.

Die Talsperre Quitzdorf stehe wegen fehlenden Speicherinhalts weiterhin nicht für die aktive Bewirtschaftung zur Verfügung. Das Speicherbecken Bärwalde sei durch die starken Niederschläge von Ende August auf 25 Prozent des Speichervolumens aufgefüllt worden, es könne bei Bedarf weiterhin genutzt werden, um die Abflüsse der Spree bis Ende September zu stützen.

Mit weiterer Abnahme der Abflüsse am Unterpegel Leibsch wird gerechnet

Die Talsperre Spremberg erhielt in den ersten Septembertagen in Folge der Niederschläge erhöhte Zuflüsse, so dass der Wasserstand um einige Zentimeter anstieg, heißt es weiter. Der Abfluss am Unterpegel Leibsch habe sich aufgrund der flächendeckenden Niederschläge etwas stabilisiert. Anfang September habe sich der Abfluss kurzzeitig bis auf 9 m³/s erhöht. In den kommenden Tagen müsse bei ausbleibenden Niederschlägen von einer weiteren geringen Abnahme der Abflüsse am Unterpegel Leibsch ausgegangen werden. Eine Unterschreitung des temporär festgelegten Mindestabflusses von 1,5 m³/s sei jedoch nicht zu erwarten.

Abschnitt der Schwarzen Elster zwischen Neuwiese und Kleinkoschen fällt erneut trocken

An der Schwarzen Elster hätten die späten Augustniederschläge zunächst zu einer Verbesserung der extremen Niedrigwassersituation beigetragen. Da aber auch in diesem Einzugsgebiet seit Anfang September weitere nennenswerte Niederschläge ausblieben, verschlechtere sich die Abflusssituation gegenwärtig. Der trockengefallene Abschnitt der Schwarzen Elster zwischen Neuwiese und Kleinkoschen, der in Folge der Niederschläge wieder Wasser führte, falle nun erneut trocken.

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