|  

EUWID-Interview: "Ich halte es für unbedingt erforderlich, größere Kooperationen zu bilden"

EUWID-Interview: "Ich halte es für unbedingt erforderlich, größere Kooperationen zu bilden"
Bildquelle: LWT Brandenburg
14.06.2019 − 

EUWID hat mit dem Geschäftsführer des Landeswasserverbandstages Brandenburg, Turgut Pencereci, zum Thema Klärschlammverwertung in Brandenburg gesprochen.

Herr Pencereci, wie bewerten Sie aktuelle Situation der Klärschlammentsorgung in Brandenburg? Kann man von einem Entsorgungsnotstand sprechen?

Die Änderung der gesetzlichen Vorschriften führt dazu, dass mit Klärschlamm anders umgegangen werden wird als bisher. Die landwirtschaftliche Verwertung wird deutlich in den Hintergrund treten, in vielen Bereichen wird sie schlichtweg nicht mehr möglich sein. Im Übrigen konkurrieren um die landwirtschaftlichen Flächen nicht nur die Abwasserentsorger mit ihren Klärschlämmen, sondern auch die landwirtschaftlichen Betriebe mit Gülle sowie weiteren Stoffen. Es könnte sich in der nächsten Zeit in der Tat ein Entsorgungsengpass ergeben.

Welche Lösungsansätze sehen Sie für die künftige Klärschlammverwertung im Land?

Ich halte es für unbedingt erforderlich, größere Kooperationen zu bilden, wenn die kommunalen Abwasserentsorger selbstständig die Klärschlämme entsorgen und künftig die Phosphate recyceln wollen. Aber auch die Beauftragung privater Dritter, wozu auch die Abfallentsorger gehören, ist nur dann sinnvoll möglich, wenn sich die kommunalen Abwasserentsorger zu größeren Kooperationen, wie etwa in Mecklenburg-Vorpommern, zusammenschließen. Die technischen Notwendigkeiten, wie etwa die Vortrocknung und ähnliches, zwingen geradezu dazu. Und es sind schon gewisse Mengen nötig, um aktiv handeln zu können.

Was erwarten Sie beim Thema Klärschlammverwertung von der künftigen neuen Regierung des Landes Brandenburg?

Ich erwarte schon von der jetzigen Regierung ein die kommunalen Entsorger unterstützendes Verhalten. Das sollte dann auch eine neue Landesregierung an den Tag legen, allerdings wird jetzt schon die Zeit eng, wie auch Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen. 

Das vollständige Interview lesen Sie in einer der kommenden Ausgaben von EUWID Wasser und Abwasser, die in der Regel dienstags als E-Paper und Printmedium erscheinen. Die Fachzeitung informiert Leser mit knappem Zeitbudget kompakt über die relevanten Entwicklungen in der Wasser- und Abwasserbranche.

Noch kein Abonnent? Mit einem Testpaket können Sie sämtliche Informationsmodule von EUWID Wasser und Abwasser (u.a. Printausgabe, E-Paper, Archiv und Top-News) kostenlos und unverbindlich ausprobieren.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Grüne: Dünge-Kompromiss ermöglicht keinen wirksamen Gewässerschutz

Nitratbelastung: Klöckner und Schulze einigen sich auf Vorschläge zur Düngeverordnung  − vor